Supernova, Galaxien und der Planet Mars
Schon wieder kam es in einer relativ nahen Galaxie zu einer Sternexplosion. Am 16. März 2012 entdeckten italienische Astronomen eine Supernova in der etwa 38 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie M 95, im Sternbild Löwe. Das mit einem 300mm Teleobjektiv aufgenommene Foto zeigt mehrere Galaxien, von denen die meisten ungefähr die gleiche Entfernung wie M95 haben. Die Supernova ist mit dem Pfeil gekennzeichnet. Das eingesetze Foto zeigt eine teleskopische Detailaufnahme der Galaxie M95 mit der Supernova 2012aw. Der gleißende "Stern" ist der Planet Mars, der zu der Zeit in der Nähe der Galaxie stand, Entfernung gerade einmal 5,5 Lichtminuten.
Der nahe Vorbeiflug des Asteroiden 2005 YU 55
Aufnahmen vom 9.11.2011 im Abstand von 30 Sekunden zeigen die schnelle Bewegung des Asteroiden
In der Nacht vom 8. auf den 9. November 2011 näherte sich der erst im Jahr 2005 entdeckte Asteroid YU55 unserem Planeten bis auf 320 000 Kilometer, das entspricht nur 80% der Mondentfernung. Der Gesteinsbrocken mit einem Durchmesser von ca. 400 Metern schoß an uns mit einer Geschwindigkeit von rund 150 000 Stundenkilometern vorbei. In kosmischen Maßstäben ein echter Streif- und auch Warnschuß! Seit 1976 ist kein anderes Objekt in dieser Größe bekannt, das der Erde so nahe kam. Erst für das Jahr 2028 ist eine noch engere Begegnung mit nur 60% der Mondentfernung für ein Objekt dieser Größenklasse vorausberechnet. Der Himmel wird natürlich auch weiterhin nach solchen für die Erde eventuell gefährlichen Objekte abgesucht, um nicht doch plötzlich von einem Asteroiden- oder Kometeneinschlag überrascht zu werden.
Sternexplosion in der Galaxie M 101

Am 24.8.2011 wurde durch ein professionelles Supernova-Suchprogramm auf dem Mount Palomar in Kalifornien eine Supernova in der 22 Mill. Lichtjahre entfernten Galaxie M101 entdeckt. Die Analyse des Lichtes dieses "neuen" Sterns ergab, dass es sich bei diesem Sternentod nicht um einen massereichen Stern handelte, sondern um eine Sonne in einem engen Doppelsternsystem. Dazu kommt es, wenn durch die Schwerkraft eines Weißen Zwergsterns Gas vom Begleitstern abgesaugt wird und dadurch eine kritische Massegrenze des Weißen Zwerges überschritten wird. Die Sternexplosion zerfetzt den Stern gänzlich und führt zu einer Leuchtintensität die selbst über Milliarden von Lichtjahren in den heutigen Großteleskopen zu analysieren ist.
Auch in unserer Galaxie kommt es zu Supernovae. Die letzte liegt allerdings schon über 400 Jahre zurück und wurde auch von dem großen deutschen Astronomen Johannes Kepler beobachtet. Eine Supernova in dem für uns sichtbaren Teil unserer Galaxis wäre sogar am Tageshimmel sichtbar! Seien wir also gespannt, denn es ist bereits passiert, nur hat uns das Licht dieser kosmischen Katastrophe noch nicht erreicht.
Totale Mondfinsternis am 15. Juni 2011

Bereits bei Aufgang gegen 21:30 Uhr stand der Vollmond ganz im Erdschatten. Da seine Umlaufbahn mittig durch den Erdschatten führte, gab es eine sehr starke Verfinsterung zu beobachten. Lediglich in der Erdatmosphäre gebrochenes Licht erhellt die Oberfläche in einem rötlichen Licht. Durch den bei Mondaufgang noch relativ hellen Dämmerungshimmel, war es gar nicht einfach den Erdtrabanten sofort zu finden. Zudem war er in den Kamerasuchern fast gar nicht zu sehen. Das Foto zeigt den total verfinsterten Mond um 22:00 Uhr neben dem Geierstein. Auf diesem Bild ist die Erdschattenmitte auf der linken Mondseite zu erkennen.

Um 22:36 Uhr war der Himmel deutlich dunkler und der rote Vollmond besser zu erkennen. Auch hellere Sterne sind auf dem Foto abgebildet. In den zur oberen Aufnahme verstrichenen 36 Minuten bewegte sich der Mond auf seiner Umlaufbahn weiter nach links, d.h. weiter nach Osten. Die Erdschattenmitte liegt jetzt schon auf der rechten Mondhälfe. Die Helligkeit des Mondes auf dem Foto soll nicht darüber hinwegtäuschen wie stark dieser verfinsterte Vollmond gegenüber dem normalen Vollmond abgedunkelt wurde. Für diese Aufnahme war eine Belichtungszeit von drei Sekunden nötig. Für eine Aufnahme des normalen Vollmondes würde bei gleichen Aufnahmeeinstellungen eine Belichtungszeit von 1/1000 Sekunde vollkommen ausreichen! Wenige Minuten nach dieser Aufnahme fiel der himmlische Wolkenvorhang und das Schauspiel war zu Ende. Als Zugabe gab es noch einen heftigen Regenschauer.
Sternexplosion in der Galaxie M 51

Das Foto zeigt die 31 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie in der Anfang Juni 2011 ein "neuer" Stern aufleuchtete. Alle anderen Sterne auf diesem Bild gehören zu unserer Galaxis an denen wir vorbei in den intergalaktischen Raum schauen. Auf diesem Foto sind keine anderen Einzelsterne der Galaxie M 51 zu sehen, sondern nur deren Lichtschimmer in Form der Spiralgalaxie. Eine sogenannte Supernova leuchtet auf wenn ein Stern mit mehr als 1,4 Sonnenmassen am Ende seiner Existenz durch einen Schwerkraftkollaps in sich zusammenstürzt und explodiert. Die extremen Vorgänge lassen Sterne so stark aufleuchten, dass Supernovae sogar über Milliarden von Lichtjahren zu beobachten sind.
Wackersberger Sternenhimmel
